Es verhandeln:
das Schöffengericht
am 20. Juli 2026 um 13:30 Uhr
gegen einen mittlerweile 26-jährigen Angeklagten, dem von der Staatsanwaltschaft ein versuchter gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen wird. Er soll im Februar 2026 versucht haben als Mitglied einer aus Polen operierenden Gruppierung bei dem Geschädigten in Speyer 2.850,- in Bargeld und Schmuck abzuholen, das Unternehmen aber aufgegeben haben, als er bemerkte, dass die Tat von der Polizei beobachtet wurde. Zu der Überlassung des Geldes und des Schmucks soll der Geschädigte veranlasst worden sein, weil von einem gesondert verfolgten Mittäter wahrheitswidrig behauptet worden war, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht worden sei und durch die Sicherheitsleistung könne die Haft vermieden werden (sog. Schockanruf).
das Jugendschöffengericht:
am 1. Juli 2026 um 10:00 Uhr
gegen einen mittlerweile 21-jährigen Angeklagten, dem von der Staatsanwaltschaft zwei vorsätzliche Körperverletzungen vorgeworfen werden. Er soll im März 2025 in einem Dusch- und Waschraum der Jugendstrafanstalt Schifferstadt einen Mitgefangenen mit Fäusten und Tritten traktiert haben, auch als dieser schon auf dem Boden lag. Nachdem Mitgefangene dem Geschädigten zu Hilfe gekommen waren und dessen Verletzungen versorgten, soll der Angeklagte zurückgekommen sein und dem Geschädigten ins Gesicht getreten und ihm dabei die Nase gebrochen und ihn weiter mit Schlägen traktiert haben.
am 6. Juli 2026 um 9:00 Uhr
gegen einen mittlerweile 22-jährigen Angeklagten aus Speyer, dem eine schwere Brandstiftung vorgeworfen wird. Er soll im November 2024 in Speyer wegen eines Streits mit seinem Vermieter die Matratze im Schlafzimmer seiner Wohnung angezündet haben um die Wohnung in Brand zu setzen. In der Folge soll sich der Brand ausgebreitet haben, sodass die Wohnung ausbrannte und ein Sachschaden von mindestens 50.000,- Euro entstand.
am 13. Juli 2026 um 9:00 Uhr
gegen einen mittlerweile 22-jährigen Angeklagten und einen 19-jährigen Angeklagten, denen von der Staatsanwaltschaft eine gefährliche Körperverletzung vorgeworfen wird. Sie sollen im Juni 2025 in einer der Werkstätten der Jugendstrafanstalt Schifferstadt einen Mitgefangenen zu sich gerufen haben. Während der Jüngere das Opfer festhielt, soll der Ältere diesem zehn- bis 15-mal mit der Faust gegen den Bauch und den Oberkörper geschlagen haben.
am 20. Juli 2026 um 9:00 Uhr
gegen zwei mittlerweile 18- und 20-jährige Angeklagte aus Speyer, denen von der Staatsanwaltschaft eine Verabredung zu einem Verbrechen (räuberische Erpressung) vorgeworfen wird. Dem 20-Jährigen werden darüber hinaus zwei Urkundenfälschungen vorgeworfen. Sie sollen sich im Oktober 2024 bei dem Älteren getroffen und verabredet haben, in die Innenstadt von Speyer zu fahren, um durch den Einsatz von Messern und einer Hantelstange Leute abzuziehen, das heisst ihnen mit Gewalt Gegenstände abzunehmen. Zwar sollen sie in die Innenstadt gefahren sein, zu Gewalttaten soll es aber nicht gekommen sein. Im Mai 2025 soll der 20-Jährige in einer Apotheke in Speyer erfolglos ein totalgefälschtes Rezept zur Erlangung eines Medikamentes vorgelegt haben. Einen Tag später soll er in einer Apotheke in Hassloch ebenfalls erfolglos ein weiteres totalgefälschtes Rezept vorgelegt haben.
II. Zwecks weiterer Auskünfte kann bei meinem Vertreter Hr. Dr. Schäfer (Telefon-Durchwahl: 06232-6092804) nachgefragt werden.
Falls Sie an einem der vorgenannten Termine teilnehmen wollen, können Sie sich gerne auch am Vortag des gerichtlich bestimmten Termins mit der Geschäftsstelle des (Jugend-) Schöffengerichtes, Telefon 06232-6092887, in Verbindung setzen und sich vergewissern, dass der Termin stattfindet. Es kommt vor, dass Termine - beispielsweise wegen Erkrankung des Angeklagten oder Verhinderung von Zeugen - kurzfristig abgesagt werden müssen. Auch weitere coronabedingte Absagen sind noch möglich.
Es ist auch möglich, dass noch weitere Hauptverhandlungstermine bestimmt werden. Auch insoweit können Sie sich wegen weiterer Auskünfte an mich wenden.
Speyer, den 29. Juni 2026
S t r i c k e r
Direktor des Amtsgerichts